Rückblick Funnelblick #3

Bei Funnelblick #3 am 3. November standen die Themen Customer Journey Mapping, Sales Recruitment und nicht weniger als „The Future of Marketing“ auf der Agenda.

Das dritte Funnelblick-Treffen stellte mich vor eine logistische Herausforderung: Steffen konnte leider nicht img_0206dabei sein und so musste ich Essen und Getränke alleine besorgen und mich um die Vorbereitung kümmern. Zum Glück konnte mir Onkel Emma mit einem Bollerwagen aushelfen und ich schob Essen und Getränke vom Isartor bis zu Wayra in die Kaufinger.

Die Mühe hat sich gelohnt. Fast 50 Personen sind ins Atrium von Wayra gekommen, um die drei Vorträgen rund um B2B-Marketing und -Sales zu hören und anschließend mit den Referenten und den anderen Teilnehmern zu diskutieren.

 

Den Auftakt machte Wolfgang Weber mit seinem Vortrag zu „Customer Journey Mapping und Customer Experience Management“. Er gab einen Überblick, welche Schritte ein Unternehmen gehen muss, um alle Touch Points in der Kundeninteraktion identifizieren, verstehen und verbessern zu können.  Dabei muss ein Unternehmen konsequent die Outside-in-Perspektive des Kunden einzunehmen und nicht in der Inside-Out-Perspektive des Unternehmens zu verharren. Im Nachgang des Vortrages wurde insbesondere darüber diskutiert, mit welchen Methoden und Tools die zahlreichen Touch Points im B2B-Umfeld gemessen werden können und die welche Herausforderungen bei der Zusammenfassung und Auswertung der Daten sich ergeben. Ebenso wurde die Frage diskutiert, wer in einem Unternehmen die Verantwortung für das Thema trägt. Hier wurde klar herausgearbeitet, dass CJM- und CEM-inititativen nur dann erfolgreich sein können, wenn alle Funktionsbereiche gemeinsam mit der Unternehmensleitung an dem Thema arbeiten.

Link zu den Folien von Wolfgang Weber: Customer Journey Mapping & CEM

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Der zweite Vortragende des Abends war Matthias Ludwig, der uns praktische Tips für das „Sales Recruiting“ gab. Ich fand es spannend, dass Unternehmen Mitarbeiter immer noch allein aufgrund des „was“, das heißt einer reinen Aufgabenbeschreibung einstellen, aber später auf Basis des „wie“, das heißt der Performance bewerten und ggfs. austellen werden. Ein weitere Anregung war, beim Recruitment verstärkt auf psychometrische Verfahren zu setzen und den Recruitment-Prozess von Anfang an klar zu strukturieren und definieren.

Link den Folien von Matthias Ludwig: Hunting for hunters, top performers and the perfect position

Last but not least hat sich Sepita Ansari der Herausforderung gestellt, in die Glaskugel zu schauen und seine drei Thesen zu „The Future of Marketing“  vorzustellen. Ich hoffe diese hier richtig und in seinem Sinne vorzustellen. Erstens: Semantic Web. Das Web und die Suche darin wird semantisch und immer mehr durch natürliche Sprache bestimmt. Die Algorithmen der Suchmaschinen werden künftig in der Lage sein, Inhalte wirklich zu verstehen. Marketeers können dann nicht länger auf einzelne Keyword oder Keyword-Kombinationen setzen sondern müssen Inhalte schaffen, die von AI interpretiert und verstanden werden können. Zweitens: Programmatic Everything. Der Einkauf von Medien ist schon Programmatic – in Zukunft wird auch die Erstellung von Medien und Content und die Orchestrierung davon Programmatic. Marketeers werden alle Touch Points der Kundenansprache über ein Tool aussteuern können und dadurch eine Person auf einem Kanal in einem Kontext individuell ansprechen können. Drittens: Daten Management  Plattformen. Unternehmen werden DMPs einsetzen, um Daten aus allen eigenen Systemen und von Drittanbietern in einer Plattform konsolidieren und analysieren. Alle online und offline Interaktionen über die Buyer Journey hinweg werden verfügbar und verknüpfbar sein. Dadurch wird das Attribution Problem (welche Interaktion hat den Kauf ausgelöst bzw. beeinflusst) gelöst und Marketing- und Werbeausgaben können noch gezielter gesteuert werden.

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Damit war genügend Anregungen geschaffen für die anschließenden Diskussionen. Mir hat der Abend viel Spaß gemacht und ich spannende Leute & Themen kennengelernt. Um 21:00 Uhr habe ich meinen Bollerwagen gepackt und bin erschöpft und mit neuen Ideen nach Hause gezogen.

Ganz herzlichen Dank an die 3 Sprecher und an alle Teilnehmer für einen tollen Abend!

Eure Themen-wünsche für die nächsten Veranstaltungen oder für Beiträge im Funnelblick-Blog bitte an einfachsten direkt in der LinkedIn-Gruppe für alle zur Diskussion.

Cheers und bis spätestens zum 22. Februar bei Funnelblick #4

Christian Weisbrodt

P.S.: Tut mir leid, dass es mehr als einen Monat gedauert hat, den Rückblick zu verfassen. Ich fände es auch interessanter die Eindrücke eines Teilnehmers zu lesen. Also vielleicht findet sich für Funnelblick #4 ein Freiwilliger, der Spaß daran hat.

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